Referenzen

Klimaanpassungspioniere in der Metropolregion Nordwest

Entwicklung eines Klimaanpassungskonzeptes für die Kornkraft Naturkost GmbH

Die Kornkraft Naturkost GmbH ist ein Großhandelsunternehmen der Nahrungsmittelbranche. Die Auswirkungen des Klimawandels betrifft das Unternehmen gleich in mehrfacher Hinsicht:

  • Erhöhter Kühlbedarf aufgrund vermehrter Hitzetage
  • Zunehmende Verwundbarkeit des Unternehmens bei Stromausfällen durch Extremwetter
  • Extremwetter in den Anbaugebieten der Lieferanten verursacht Lieferschwierigkeiten

Im Projekt EkaKorn werden gemeinsam mit dem PIN-Team der Universität Oldenburg die unternehmensspezifischen Chancen und Risiken der Auswirkungen des Klimawandels systematisch identifiziert, Handlungsempfehlungen abgeleitet und in die Unternehmensstrategie integriert. Dabei sollen neben allen Unternehmensbereichen ebenso regionale Zulieferer und Kunden eingebunden werden, um ein adäquates Klimaanpassungskonzept für die gesamte Wertschöpfungskette zu entwickeln.
Ein weiterer Bestandteil des Projektes ist die Realisierung einer Machbarkeitsstudie für ein klimaangepasstes Wärme- und Kältemanagement für den Unternehmensstandort.

Das PIN-Team ist unterstützt intensiv in den Arbeitspaketen: Betroffenheitsanalyse, Identifizierung von Handlungsbedarfen aufgrund von Szenarien, Entwicklung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Projektwebsite der Kornkraft GmbH

Pressebericht zum Fachtag "Zukunft sichern"

Filmbeitrag Fachtag "Zukunft sichern"

Klimaanpassungskonzept der Firma HanseGrand (HanseKlima)

HanseGrand ist ein mittelständisches Unternehmen, welches in den Geschäftsfeldern wasserdurchlässiger Wegedecken in ungebundener und gebundener Bauweise, Flächenentsiegelung, Regenwassermanagement und Küstenschutz tätig ist. Den vom Unternehmen entwickelten und vertriebenen Baustoffen kommt eine hohe Bedeutung für den Abfluss von Niederschlagswasser, die Wasserrückhaltefähigkeit im Boden und damit die Eignung von Baustoffen für besonders heiße und trockene, aber auch für besonders niederschlagsreiche Situationen zu. Hansegrand kann also Lösungen für die Anpassung an den Klimawandel für verschiedene Akteure in den Bereichen Bauwesen, Wasserhaushalt, Küsten- und Meeresschutz, Boden, Landwirtschaft sowie Wald und Forstwirtschaft, Verkehr sowie Verkehrsinfrastruktur anbieten.

Im Projekt wird mit Unterstützung des NIK-Teams geprüft, ob und inwieweit HanseGrand auf die aktuellen und zukünftigen unternehmerischen Herausforderungen des Klimawandels vorbereitet ist und welche Strategieprozesse in nächster Zeit initiiert werden müssen. Dabei wird das Augenmerk sowohl auf die unternehmerischen Chancen durch die Entwicklung neuer Baustoffe und Baustoffkonzepte, als auch auf die Vermeidung von Risiken in der eigenen unternehmerischen Tätigkeit gelegt. Als Basis für die Entwicklung eines entsprechenden Klimaanpassungskonzeptes dient eine Verwundbarkeitsanalyse der bisherigen Wertschöpfungsprozesse.

Das Ziel dieses Vorhabens besteht in der systematischen Identifikation der unternehmensspezifischen Chancen und Risiken der Auswirkungen des Klimawandels, um hieraus Handlungsempfehlungen abzuleiten und in die Unternehmensstrategie zu integrieren. Außerdem wird im Projekt angestrebt, Prozessschritte zur Umsetzbarkeit in der Produktentwicklung vorzubereiten und Anwender exemplarisch in diesen Prozess einzubeziehen.

Das Projekt wird gefördert mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

Projektwebsite HanseKlima

INNOVATIONSPROJEKTE NIK

1. Entwicklung klimabezogener Gründungsideen und Unterstützung von Start-ups  - Ein Beispiel

Ein Forscherteam des Oldenburger EWE-Forschungsinstituts NEXT ENERGY entwickelte mit der Silizium-Dünnschicht-Photovoltaik auf flexiblen Aluminiumbändern eine vielversprechende innovative Technologie. Diese Technologie stellt das Herzstück einer Unternehmensausgründung dar. Aufbauend auf der technischen Entwicklung konzipierte das Gründerteam gemeinsam mit NIK in einem zweitägigen Workshop im Herbst 2014 ein konkretes marktfähiges Produkt.

In diesem Rahmen wurde eine umfassende Analyse von profitablen Eintrittsmärkten durchgeführt. Die temperaturgeführte Logistik kristallisierte sich dabei als geeigneter Einstieg heraus. Aufgrund guter Kontakte konnte NIK die Gründer mit Pilotanwendern aus der Logistikbranche vernetzen. Aber auch nach dem Workshop konnte NIK die Gründer weiter unterstützen. Geeignete Fördermittelgeber wurden identifiziert und die Gründer bei der Fördermittelbeantragung inhaltlich unterstützt.

kornkraft

2. Entwicklung innovativer Klimaanpassungslösungen mit bestehenden Unternehmen - Ein Beispiel

HanseGrand ist ein mittelständisches Unternehmen für Klimabaustoffe und bietet Produkte und Dienstleistungen in den Geschäftsfeldern wasserdurchlässiger Wegedecken in ungebundener und gebundener Bauweise, Flächenentsiegelung, Regenwassermanagement und Hochwasserschutz.
Im Rahmen eines zweitägigen NIK Workshops beschäftigten sich Vertreter des Unternehmen mit möglichen Klimaanpassungsinnovationen. Mit Hilfe von Klimaszenarien und Geschäftsmodellanalysen konnten potentielle Strategieentwicklungsprozesse identifiziert werden. Ein Schwerpunkt des Workshopdesigns besteht dabei in der Analyse der klimawandelbedingten Betroffenheit des Unternehmens und in der Ableitung von unternehmerischen Chancen und Risiken. Auf dieser Basis konnte HanseGrand verschiedene Innovationsprozesse zum Beispiel bei der Entwicklung von klimaangepassten Asphaltdecken oder bei Verfahren zur Pflege von wassergebundenen Wegedecken erarbeiten. NIK wird hier auch weiterhin bei der Umsetzung unterstützend tätig sein.

 

Hansegrand
Zugriffe: 3060

Innovationsprojekte nordwest2050


Download


KLIMAANPASSUNGSPIONIERE IN DER METROPOLREGION NORDWEST